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Freitag, 03.März 2017 - 01:00 Uhr | Kategorie Allgemein, Regionales, Sport

Segler: Einstimmig für Neubau

(ape) – Knapp 90 Mitglieder des Seglervereins trafen sich am Freitagabend im Bootshaus zur Jahreshauptversammlung.
In beengter aber ausgelassener Runde wurden die 15 Tagesordnungspunkte in nur einer Stunde und zehn Minuten durchgebracht. Darunter nicht nur turnusgemäß die Wahlen, sondern auch der Sachstandsbericht zum Brand in der Bootshalle B, der am 19. Oktober letzten Jahres am Jachthafen wütete. Dabei fielen die Halle B und die 22 darin befindlichen Boote den Flammen des Großfeuers zum Opfer.
Der erste Vorsitzende Gerd Lengerhuis lobte in seinem Bericht das beherzte Eingreifen von Feuerwehr, Vereinsmitgliedern und Nachbarn, die in einer Hauruckaktion mit Radladern und Gabelstaplern die Nachbarhalle C geräumt hatten, um Schlimmeres zu vermeiden.
Viele hätten die Nerven behalten und daran gedacht eine Ölsperre im Hafen einzurichten sowie das kontaminierte Löschwasser aufzufangen, so Lengerhuis. „Es wurde wirklich alles getan, um einen noch größeren Schaden zu verhindern.“
Nach langen Untersuchungen war die Kripo zu dem Ergebnis gekommen, dass ein technischer Defekt die Brand-
ursache war. Einen Brandverursacher konnten die Beamten nicht ermitteln.
Im Ergebnis: Halle B – ein Totalschaden, Halle C wurde gereinigt, genauso wie die angrenzende Werkstatt, die zu einem Drittel erneuert werden wird.  Die Halle und die Werkstatt waren versichert. Viele Boote jedoch nicht.
Durch eine beispiellose Spendenaktion konnte der Verein am Ende die Entsorgungskosten für alle Betroffenen übernehmen.
Jetzt heiße es: „Aufstehen, einmal schütteln und nach vorne gucken“, so der erste Vorsitzende. Mit diesen Worten kündigte er der Versammlung den Neubau der Halle B an. Dabei stellte er zwei Vorschläge zur Diskussion.
Nicht einmal fünf Minuten brauchten die Segler, um den Plan zu erläutern und darüber abzustimmen. Einvernehmlich hoben die Mitglieder die Hände und stimmten für den Bau einer erweiterten Halle.
Diese soll auf der Ostseite mit drei Metern Grenzabstand errichtet werden, um Kosten für Baulasten sowie für eine Brandschutzmauer und Fundamentarbeiten einzusparen. Außerdem sieht der Plan vor, die Halle nach Süden hin zu erweitern und damit die bestehende Werkstatt zu einem Drittel zu verbauen.
72 Quadratmeter können mit diesem Beschluss zusätzlich gewonnen werden. Aus Sicht des Vorstandes und bei geschätzten Kosten von knapp 500.000 Euro, die wirtschaftlich attraktivere Variante.
Ob die dann neu geschaffenen Liegeplätze auch mit Booten belegt werden, da die alten nun zerstört sind, könne man nur orakeln, so Lengerhuis. Man gehe aber davon aus, dass die Halle komplett ausgebucht sein wird.
Mitte September 2017 könnte die neue Halle B möglicherweise eröffnet werden. Der Baubeginn ist im Juli geplant. Das allerdings sei nur eine interne Schätzung. Der Bauantrag werde nun nach Vereinsbeschluss gestellt. Da es sich um Deichvorland handle, haben neben der Stadt auch Hafenbetreiber N-Ports und der NLWKN mitzureden.

Foto: Anja Pape

 

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