Beitrag vom Samstag, 13. Dezember 2025
Zuckerpad: Stadt zieht positives Fazit
Der Verkehrsversuch am Zuckerpad soll nach Auffassung der Stadt in eine dauerhafte Lösung überführt werden. Das wurde im Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Verkehr deutlich. Sie wird entsprechend ein positives Fazit zum Verkehrsversuch weiterleiten.
Der Weg gilt seit Jahren als Beschwerdethema Nummer eins. Nachdem das Radfahren per Beschilderung verboten wurde, läuft seit Oktober 2024 ein sogenannter Verkehrsversuch, um Radfahrer wieder zuzulassen. Dazu hatte die Stadt den Wanderweg mit neuen Schildern an den Eingängen sowie Bügeln und Verschwenkungen versehen, um die Geschwindigkeit der Radfahrer zu verringern, wie Fachbereichsleiter Jürgen Vißer berichtete.
Problematisch ist nun, dass Radfahrer die Bügel umfahren und dabei Vegetation beschädigt hatten. Auch verbreiterte Sperren halfen nicht: Sie wurden erneut umfahren, was die Domänenverwaltung sowie die Naturschutzbehörden auf den Plan rief, so Vißer. Das Fazit der Stadt fällt dennoch positiv aus: Aus Sicht von Verwaltung und Polizei hat es keine Unfälle gegeben. Bei der Stadt gingen 22 Schreiben zum Zuckerpad ein, 16 davon Beschwerden, vor allem über „wegklingeln oder zu schnell fahren“. Von einem größeren Aufkommen könne jedoch keine Rede sein.
Die Stadt habe zudem Rasengittersteine freigelegt und damit deutlich Fläche in der Wegbreite gewonnen. Alternative Lösungen seien kaum praktikabel: So würden Vereinzelungsanlagen neben Radfahrern auch Rollstuhlfahrer und Rollator-Nutzer ausschließen. Die SPD sprach sich für eine Fortführung aus. Rolf Harms verwies auf Zählungen mit „über 1.600 Fahrrädern am Tag“ trotz Verbots. Aus seiner Sicht sind 16 Beschwerden bei diesem Aufkommen „zu vernachlässigen“.
Die Grünen regten zudem an, den Zuckerpad mit zusätzlichen Hinweisschildern auszustatten, auf denen beispielsweise stehen könnte: „Rücksicht macht Wege breit“.
Verfasst von Anja Pape
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