TuS: Mitgliederzahlen auf Allzeit-Hoch

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Beitrag vom Dienstag, 31. März 2026

TuS: Mitgliederzahlen auf Allzeit-Hoch

Seit auf den Monat genau 80 Jahren ist der TuS Norderney die Instanz für Freizeitsport auf der Insel. „Die ersten Tornetze bestanden aus Torpedo-Fangnetzen aus dem Zweiten Weltkrieg“, erinnerte sich der TuS-Vorsitzende Manfred Hahnen und leitete damit auf der Jahreshauptversammlung des Vereins vor über 100 anwesenden Mitgliedern seinen Geschäftsbericht ein: „Heute sind die Ansprüche ganz andere, und es ist angebracht, dass wir das, was wir uns erarbeitet und geschaffen haben, zu wertschätzen wissen.“

Dabei kann der TuS eine Erfolgsgeschichte erzählen. Rund 1.400 Mitglieder zählt der Verein derzeit, mehr als je zuvor, und ist inzwischen der drittgrößte Sportverein in Ostfriesland nach Aurich und Pewsum, wie der Vorsitzende verkünden konnte: „Ich denke, wir haben im Bereich unseres Angebotes vieles richtig gemacht.“

Auch aus dem aktiven Sportbetrieb gebe es „nur Positives“ zu berichten, abgesehen von einem „Formtief“ der Fußball-Herrenmannschaft, die derzeit gegen den Abstieg kämpft. „Auch wenn es gerade schwierig ist, bitte macht weiter“, appellierte Hahnen an die langjährigen Spielertrainer Jens Harms und Deniz Cömertpay. Im Bereich der Jugendsparten im Handball und Fußball machen die Teams „viel Freude“, so der Vorsitzende. Einer hohen Nachfrage erfreut sich weiterhin der neue Fitnessraum; allerdings gibt es viele Nutzer, die keine Beiträge mehr zahlen, aber weiterhin im Besitz eines Schlüssels sind. Daher wird derzeit die Umstellung auf ein neues, digitales Schließsystem geprüft.

Neue Courts: Einweihung im April

Die Einweihung der neuen Sportanlagen auf dem Außengelände ist für Sonntag, 12. April, 11 Uhr geplant. Der kürzlich fertiggestellte Soccer-Court wird schon jetzt viel und gerne genutzt und ist inzwischen sogar mit einer Flutlichtanlage versehen. „Leider gibt es Erwachsene, die Kinder vom Platz schicken. In erster Linie ist dieser Court für die Norderneyer Jugend und Kinder gemacht. Wir brauchen klare Regeln, sonst gibt es besonders in den Sommermonaten Grabenkämpfe, die niemand möchte.“
Auf dem benachbarten, künftigen Padelcourt soll in dieser Woche die Zaunanlage und die Türen installiert werden und anschließend der Betrieb starten. Über die Plattform Bookandplay werden TuS-Mitglieder den Platz kostenfrei buchen können. Später soll auch eine kostenpflichtige Nutzung durch Gäste möglich sein, aber nur in wenig nachgefragten Randzeiten.

Auch den Calesthenics-Park, der aus finanziellen Gründen nicht umgesetzt werden konnte, gab Hahnen noch nicht verloren: „Ziel ist es, ihn in absehbarer Zeit zu installieren – gerade für ältere Fitnessinteressierte eine gute Möglichkeit für ein Outdoortraining.“

Auf den übrigen Sportplätzen waren im Rahmen des Förderprogramms Quartiersumbau vor einigen Jahren neue Flutlichtanlagen installiert worden. Anders als erwartet sind die darin verbauten Leuchten bereits „vergammelt“, so Hahnen, daher wurden im Frühjahr „zu einem preislich guten Kompromiss“ 20 neue Leuchten nachbesorgt.

Beitrag bleibt auf Vorjahresniveau

In Bezug auf das Korus-Haus ist der Verein seit zwei Jahren schuldenfrei, berichtete der Vorsitzende weiter. Mit den Mieteinnahmen können Investitionen am Gebäude getätigt werden und dank eines hohen Spendenaufkommens und der steigenden Mitgliederzahlen kann der Verein seinen Mitgliedsbeitrag auch in 2026 auf demselben Niveau halten wie in den letzten 13 Jahren.

Deutlich zurückgegangen sind die Zuschüsse durch den Kreissportbund für die Inselfahrten der Mannschaften. „Das liegt daran, dass der Landessportbund weniger Geld ausschüttet, weil auch er von der Regierung weniger Geld bekommt“, erläuterte Kassenwart Markus Forner: „Sie konnten uns und anderen Vereinen nur 58 Prozent der beantragten Mittel gutschreiben. Das ist für uns ein harter Einschnitt, da wir hohe Fahrtkosten haben und auf solche Zuschüsse angewiesen sind.“ Trotzdem gehe es dem TuS „in jeder Hinsicht gut“, so Hahnens Fazit: „Wenn jeder Einzelne unseren Verein nicht als Dienstleister sieht, sondern als eine soziale Gemeinschaft, in der alle gleich sind, dann bin ich optimistisch, dass wir noch lange Freude am TuS Norderney haben werden.“