Containerschiff Mumbai Maersk havarierte vor Wangerooge

Foto: Havariekommando

Beitrag vom Samstag, 05. März 2022

Keine technischen Probleme

Das am 2. Februar vor Wangerooge auf Grund gelaufenen Containerschiff Mumbai Maersk havarierte nicht wegen technischer Probleme. Das gab die Wasserschutzpolizei bekannt. Die aufwendigen Auswertungen der Aufzeichnungsgeräte durch die Ermittlungsbeamten der Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven haben demnach ergeben, dass das Containerschiff durch eine navigatorische Fehleinschätzung außerhalb des Fahrwassers der „Neuen Weser“ auf einer Schüttstelle für Baggergut, festgekommen ist. Zu diesem Zeitpunkt war die Mumbai Maersk mit einem Seelotsen besetzt und fuhr unter Landradarberatung.

Aufgrund von Liegeplatzproblemen in Bremerhaven musste das Containerschiff, das bereits im Fahrwasser der „Neuen Weser“ einlaufend war, zunächst im Fahrwasser drehen und wieder in Richtung See auslaufen, um auf eine neue Einlaufzeit zu warten. Kurz nach diesem Drehmanöver bekam die Schiffsführung die Order, nun doch einzulaufen, da der Liegeplatz mittlerweile zur Verfügung stand. Zu diesem Zweck dreht die Mumbai Maersk erneut im Fahrwasser, um nach Bremerhaven einzulaufen. Während des Drehmanövers manövrierte die Mumbai Maersk aus dem Fahrwasser der Neuen Weser heraus und lief auf die dort unmittelbar am Fahrwasser befindliche Schüttstelle auf.

Hinweise auf technische Probleme an Bord des Containerschiffes ergaben sich aus den bisherigen Daten nicht. Gegen die verantwortliche Schiffsführung sowie die beteiligten Lotsen wurden nach Rücksprache mit der zuständigen Bußgeldbehörde Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, so die Mitteilung der Wasserschutzpolizei.

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