Beitrag vom Montag, 05. Oktober 2026
Feuerwehr Norderney übt Großeinsatz auf dem Wertstoffhof
Rauch füllt die Abkipphalle, mehrere Menschen werden vermisst. Im Tonnenlager sind Kinder verschwunden, ein Lkw-Fahrer muss aus seinem Führerhaus gerettet werden und eine weitere Person steckt in einem Altpapiercontainer fest. Vier Einsatzlagen gleichzeitig: Mit diesem Szenario hat die Freiwillige Feuerwehr Ende September auf dem Wertstoffhof den Ernstfall geprobt.
Für die Großübung auf dem Gelände der Umschlaganlage und des Wertstoffhofes der Materialkreislauf- und Kompostwirtschaft (MKW) hatten die Verantwortlichen bewusst eine komplexe Lage vorbereitet. In der stark verqualmten Abkipphalle gingen mehrere Trupps unter Atemschutz auf die Suche nach den Vermissten. Mit Wärmebildkameras durchsuchten sie das weitläufige Gebäude und brachten die gefundenen Personen ins Freie.
Gleichzeitig suchte ein weiterer Trupp zwischen den gestapelten Behältern des Tonnenlagers nach vermissten Kindern. An anderer Stelle galt es, einen verletzten Lkw-Fahrer möglichst schonend aus seinem Fahrerhaus zu retten.
Dafür sicherten die Einsatzkräfte zunächst das Fahrzeug und arbeiteten anschließend mit Rettungsplattformen. Eine vierte Gruppe kümmerte sich um eine Person, die in einen Altpapiercontainer gestürzt war. Sie wurde mit Leitern und einer gesicherten Rettungsmulde geborgen.
Die verschiedenen Einsatzabschnitte forderten damit Atemschutzträger, technische Hilfeleistung und Einsatzleitung gleichzeitig. Nach Angaben der MKW funktionierten dabei auch die Kommunikation über Funk, die Wasserversorgung auf dem Gelände und die Patientenablage reibungslos.
Nach Übungsende kamen die Einsatzkräfte zur gemeinsamen Nachbesprechung zusammen. Die Beobachter zeigten sich nach Angaben der MKW mit dem Ablauf, dem Ausbildungsstand und der schnellen Durchführung der Rettungsmaßnahmen zufrieden.
Verfasst von Anja Pape
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