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Dienstag, 28.Februar 2012 - 11:03 Uhr | Kategorie Politik

„Zumindest die Optik“

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Titelbild: Die Bereinigung des Trümmergrundstücks am Kurplatz wird jetzt ausgeschrieben. Das alte Kurmittelhaus soll zunächst stehen bleiben.

(der) – Eine Lücke im Zaun und Spuren von Baufahrzeugen auf dem Trümmergrundstück am Badehaus sind noch keine Anzeichen für die beginnende Räumung des Geländes. Vielmehr werden dort Baumaterialien aus der Badehaus-Baustelle zwischengelagert. Die Stadt sei jedoch dabei, über die Technischen Dienste die Bereinigung des Grundstücks auszuschreiben, das berichtete Bürgermeister Frank Ulrichs auf Nachfrage.

Im Aufsichtsrat der städtischen Wirtschaftsbetriebe, denen das Grundstück gehört, habe es Einigkeit darüber gegeben, das ehemalige Kurmittelhaus zunächst stehen zu lassen und nur den eingedrückten Verwaltungstrakt und die Freifläche des früheren Brunnenhofes zu räumen. Die Kosten des Abrisses des großen und unterkellerten Kurmittelhauses sei bereits vor zehn Jahren auf 750.000 Euro kalkuliert worden, berichtet Ulrichs. Zur Kostenschätzung für die nun anstehenden Arbeiten wollte Ulrichs wegen der Ausschreibung nicht Stellung nehmen.

Zunächst werde an Stelle des Trümmergrundstückes eine Rasenfläche mit einem kleinen Zaun drumherum entstehen. Damit werde „zumindest die Optik“ wieder hergestellt. „Um den Rest kümmern wir uns dann später“, so Ulrichs. Zurzeit gebe es Überlegungen, so der Bürgermeister weiter, an dieser Stelle einen Saal und Konferenzräume als Ersatz für das Haus der Insel zu schaffen. Es wäre sinnvoll, den Saal dort zu bauen, wo er viel besser hin passe, nämlich am Conversationshaus, möglicherweise im Zusammenhang mit einem Hotel.

Das Thema des Großen Saals, der beim bereits beschlossenen Abriss des Haus der Insel fehlen würde, bremse die Entwicklung am Theaterplatz. Fortsetzung von Seite 1 Theaterplatz ist der Projektname für die Bebauung des Grundstücks am heutigen Haus der Insel. „Alle wollen einen haben aber keiner will ihn bezahlen“ so Ulrichs. Die Planungen am Theaterplatz seien noch nicht weiter gekommen. Es solle aber nicht noch ein Jahr verstreichen, so der Bürgermeister. Das Haus werde nicht besser und die Kosten nicht geringer.

Die Ergebnisse der Ausschreibung liegen seit einem Jahr auf dem Tisch. Gerade die Fragen nach einem großer Saal und einem Konferenzzentrum seien nach wie vor ungeklärt. Die seit Dezember hinzugekommene Thematik des 5-Sterne-Grundstücks biete nun auch neue Perspektiven. Hintergrund: Auf dem Trümmergrundstück am Kurplatz sollte einst ein 5-Sterne Hotel entstehen. Ohne Finanzierungsnachweis hatte der damalige Stadtrat unter Ex-Bürgermeister Klaus Aldegarmann (WIN) und dem damaligen Allgemeinen Vertreter Christian Ewen (heute ARGE Norden) dem Abriss kurz vor dem Jahreswechsel 2005/2006 zugestimmt. Im Dezember 2011 endete ein Rechtsstreit um das Grundstück.

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