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Montag, 22.Oktober 2012 - 11:00 Uhr | Kategorie Regionales

Zementwolke bedeckte Hafen

Feuerwehr Norderney Bild 6

Titelbild: Die Freiwillige Feuerwehr Norderney musste den Hafenbereich aufwändig von Zement reinigen. Fotos: Feuerwehr Norderney

Norderney – Am Samstagvormittag um 11:47 Uhr wurde die Freiwilligen Feuerwehr Norderney zu einer aufwändigen technischen Hilfeleistung zum neuen Gewerbegebiet am Hafen alarmiert.

Zuvor war es laut einer Pressemitteilung der Polizei beim Befüllen eines Betonsilos zu einem Schadensfall gekommen. Vermutlich durch Überfüllung des Silos wurde das Überdruckventil ausgelöst, wodurch eine Zementschleierwolke freigesetzt wurde. Der pulverförmige Baustoff setzte sich im Umkreis von rund 200 Metern überall in der Umgebung ab. Es wird geschätzt, dass eine bis eineinhalb Tonnen Zement aus dem Silo austraten. Umstehende Fahrzeuge, Firmenhallen, Boote und Photovoltaikanlagen sowie gepflasterte Flächen wurden bedeckt. Das löste einen größeren Einsatzes für die Feuerwehr Norderney aus.

Wie die Hilfsorganisation mitteilt, musste zunächst eine größere Wasserversorgung von zwei Seiten aus aufgebaut werden. Da in diesem Bereich nicht ausreichend Wasser aus dem vorhandenen Versorgungsnetz zu bekommen war, musste ein Unterflurhydrant im Bereich Forschungsstelle / Unnert Diek in Betrieb genommen werden. Vor dort aus wurde nun mit viel Aufwand und Personal eine Schlauchleitung verlegt. Die Deichstraße wurde deshalb für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt.

Mit Hilfe von zwei Feuerwehrfahrzeugen wurde das Wasser zur Einsatzstelle gepumpt. Mit dem Wenderohr der Drehleiter und einem Wasserwerfer vom Dach eines Hilfeleistungslöschfahrzeugs konnten die betroffenen Flächen gesäubert werden.

Die Position der Fahrzeuge wurden dabei mehrfach verändert. Sie fuhren verschiedene Einsatzstellen im betroffenen Bereich an. Die Schlauchleitungen mussten dann jeweils wieder neu verlegt werden.

Als diese arbeitsintensiven Reinigungsarbeiten abgearbeitet waren, stellten sich die Fahrzeuge der Feuerwehr Norderney im Bereich des Liegeplatzes des Seenotrettungskreuzers „Bernhard Gruben“ auf. Dort wurden die Geräte und Schläuche aussortiert, die durch den Einsatz beschädigt worden waren.

Fahrzeuge und Gerätschaften mussten von den Feuerwehrleuten gründlich vom Zementstaub und Spritzwasser befreit werden. Einige Feuerwehr-Einsatzanzüge wurden nach der Einfahrt der Fahrzeuge im Feuerwehrgerätehaus am Wasserturm belassen, da auch sie verschmutzt waren und gewaschen werden müssen.

Bei diesem Einsatz wurden mehr als 200.000 Liter Wasser verbraucht. 39 Feuerwehrangehörige und der gesamte aktive Fuhrpark der Norderneyer Feuerwehr waren beteiligt.

Weiterhin waren ein Fachberater (fernmündlich über die Rettungsleitstelle in Aurich), die untere Wasserbehörde, Niedersachsen Ports sowie die Polizeistation Norderney tätig geworden. Erst nach rund fünf Stunden konnte der Einsatz für beendet erklärt werden.

Wie die Polizei mitteilt, wird gegen die Verursacher dieses Vorfalles wegen des Verdachts einer Boden -und Luftverunreinigung ermittelt.

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