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Dienstag, 21.Mai 2013 - 11:55 Uhr | Kategorie Regionales

White-Sands: „Das Publikum wird älter“

(der) – Rudolf König, Norderneyer und Chef des in Köln ansässigen Unternehmens „König Event Management“ (KEM) ist zufrieden mit dem diesjährigen White-Sands-Festival. Das Wetter habe nicht ganz so mitgespielt. Gegenüber dem Vorjahr habe es ein Umsatzminus von rund 25 Prozent gegeben, da die Tagesumsätze geringer ausfielen. Es seien weniger Menschen vor Ort gewesen. Das vergangene Jahr sei aber auch absolutes Rekordjahr gewesen, so König. Dies relativiere den Verlust. König: „Wir haben vier normale Tage erlebt.“

Ansonsten sei es sehr friedlich gewesen. Weder bei den Partys noch tagsüber habe es Verletzungen oder Schlägereien gegeben. Das Programm auf den Promenaden sei sehr hochwertig gewesen und auch gut angenommen worden. Sowohl der Surf-Wettkampf als auch die Volleyballspiele konnten reibungslos durchgeführt werden und hätten gute Zuschauerresonanz gehabt. Der improvisierte Campingplatz am Nordstrand sei ebenfalls ruhig geblieben. Dies müsse man jedoch ins Verhältnis zum Publikum setzen, so König. Es seien junge Leute und sie seien zum Feiern hier. Allgemein sei das Publikum aber älter geworden. Insgesamt habe die Veranstaltung rund 40.000 Menschen erreicht.

„Wir legen Wert drauf, dass wir das Hochwertigste in den Sportarten herholen. Wir setzen auf Qualität und nicht nur Party“, so Rudolf König. Es sei für jeden etwas dabei. Was er nicht beeinflussen könne, seien die Besucher, die nur über Nacht auf die Insel kämen. Es sei aber zu spüren, dass Fußballmannschaften und ähnliche Gruppen kaum noch auf dem White-Sands-Festival erscheinen würden. König: „ Die fühlen sich bei uns nicht mehr wohl. Es ist zu teuer und ist nicht deren Forum. Wir haben nicht mehr die unter 18-Jährigen, die vom Umland hier herkommen.“

Weniger Besucher als in den Vorjahren hatten auch die Partys im Haus der Insel. Dies aber nur deshalb, weil Stadtwerke-Geschäftsführer Sven Hanson kurz vor dem Festival noch einen privaten Brandschutzprüfer bestellt hatte. Hanson befand sich am Freitag im Urlaub, als im Rathaus die Drähte heiß liefen. Niemand wollte auf einmal mehr die Verantwortung für die Veranstaltungen übernehmen. Der Vorverkauf wurde sofort eingestellt. Die Brandschutzprüfer des Landkreises kamen noch eigens auf die Insel. Am Ende wurde ein Kompromiss gefunden. Statt wie bisher 2.000 durften nun 1.600 Feierwillige eingelassen werden. Außerdem wurde eine Brandwache der Feuerwehr Norderney gestellt. Zehn Feuerwehrleute hätten bis zu zehn Stunden aufgepasst, berichtet König.

Es hätten aber alle, die eine Karte gekauft hatten, auch Einlass bekommen, so Rudolf König. Der Kartenverkauf an der Abendkasse sei aber weggefallen. Man habe deutlich gesehen, dass noch viel Platz im Haus der Insel gewesen sei. König: „Das Haus der Insel war wie Fort Knox, da passierte nichts.“ Im Prinzip sei es richtig und legitim, das Haus der Insel auf Brandschutz zu prüfen. Einen Tag vor der Veranstaltung sei dies aber extrem ungünstig gewesen.

Alle Fotos: KEM

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