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Donnerstag, 22.Dezember 2011 - 12:37 Uhr | Kategorie Regionales

Weihnachten auf der „Hannes Glogner“

Der Weihnachtsbaum steht schon bei den Seenotrettern auf der „Hannes Glogner“: (v. li.) Timo Stapelfeldt, Uwe Gerdelmann, Michael Ulrichs und Kai Hettmann. Foto: Dörner

Titelbild: Der Weihnachtsbaum steht schon bei den Seenotrettern auf der „Hannes Glogner“: (v. li.) Timo Stapelfeldt, Uwe Gerdelmann, Michael Ulrichs und Kai Hettmann. Foto: Dörner

(bad) – Weihnachten ist da, der Heiligabend ist für viele, wenn nicht die meisten, eine Gelegenheit mit der Familie ein paar besinnliche Stunden zu verbringen. Was ist aber mit denen, die Dienst haben? Etwa auf dem Seenotrettungskreuzer „Hannes Glogner“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), die derzeit als Ersatz für die in Reparatur befindliche „Bernhard Gruben“ auf Norderney stationiert ist? Die „Hannes Glogner“ vertritt die „Bernhard Gruben“ sozusagen.

Der Heilige Abend ist gar nicht so anders als andere Abende, erzählt Uwe Gerdelmann von der „Hannes Glogner“. Vielleicht stellt sich der eine oder andere etwas Besonderes vor, aber eigentlich geht das bei ihnen an Bord „recht unspektakulär“ zu, sagt Gerdelmann. Statt traditioneller Würstchen mit Kartoffelsalat wollten sie etwas Besonderes kochen. Er und seine Kollegen hätten sich auf Steaks geeinigt. Dazu gibt es Gemüse.

Auf der „Hannes Glogner“ verrichten acht Mann Dienst, vier davon schieben jeweils 14 Tage lang Dauerdienst, gefolgt von 14 Tagen Pause, in denen die anderen vier Mann sie ablösen. An Bord sind Uwe Gerdelmann, Timo Stapelfeldt, Michael Ulrichs und Kai Hettmann. Ulrichs und Stapelfeldt gehören eigentlich zur Besatzung der „Bernhard Gruben“. Sie sind auf der „Hannes Glogner“, um ihre Revierkenntnisse zur Verfügung zu stellen.

Weihnachten sei immer speziell, meint Gerdelmann. Zwar stöhne man in der Vorweihnachtszeit häufig über den ganzen Vorweihnachtsstress, aber an Weihnachten wolle dann doch jeder bei seiner Familie sein. Die Wachen der DGzRS-Stationen gingen aber weiter. Sie würden sich halt einen gemütlichen Abend machen. Je nachdem, wo die „Hannes Glogner“ an diesem Tag stationiert ist, kämen an den Feiertagen auch Freunde und Bekannte zu Besuch.

Alkohol wird wohl nicht auf den Tisch kommen. Zwar seien rein rechtlich 0,5 Promille erlaubt, aber es mache keinen guten Eindruck. Speziell bei Krankentransporten mit Schwester und Arzt wäre das nicht wohl gut, sagt Gerdelmann augenzwinkernd. Dank der heutigen, vor allem elektronischen, Möglichkeiten sei der Abstand von zu Hause – gefühlt – auch nicht mehr so groß wie früher. Da sei man noch ein halbes Jahr dauerhaft von zu Hause weg gewesen. Heute seien es eben nur noch 14 Tage und es gebe Handy und Internet.

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