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Donnerstag, 28.Juni 2012 - 11:00 Uhr | Kategorie Regionales

„Viel Zeit und Arbeit“

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Titelbild: Eine neue Seehund-Plastik enthüllte Hannelore Regini (vo. re.) gestern anlässlich des dritten Geburtstages des Weltnaturerbes Wattenmeer. Foto: Dörner

(bad) – „Fernando“, so heißt der neu gestaltete Seehund von Hannelore Regini. Drei Wochen hat die  Gestaltung gedauert, berichtet die Künstlerin. Gestern wurde die Plastik anlässlich des dritten Geburtstages des Weltnaturerbes Wattenmeer im Conversationshaus enthüllt.

Der Seehund trägt eine Art Badeanzug in den Norderneyer Farben blau und weiß und eine Badehaube. Auf der Brust prangt das Norderneyer Wappen mit dem Kap. Die Plastik solle Kinder dazu einladen, sich auf sie zu setzen und mit ihr zu spielen, erläutert die Künstlerin.

Regini, die von sich selbst sagt, sie sei künstlerische Autodidaktin, malt noch nicht lange. Sie habe bereits in der Schule einen guten Blick für Räumlichkeit gehabt. Zur Malerei gekommen sei sie aber erst vor fünf bis sechs Jahren, so Hannelore Regini.

Sie male „einfach drauflos“, beschreibt die Künstlerin das Entstehen eines neuen Kunstwerks. Wenn sie ein neues Bild anfange, wisse sie noch nicht, was es zeigen werde.

Fernando, der Seehund, hat eine Geschichte. Welche Geschichte das ist, wollte sie noch nicht verraten. Es werde bald ein Kinderbuch zu Fernando geben, meinte die Künstlerin. Das werde derzeit geschrieben.

Er sei froh, dass sich immer wieder Menschen fänden, die das Thema Weltnaturerbe künstlerisch begleiteten, sagte Kurdirektor Wilhelm Loth. Das sei nicht nur bei den Seehund-Plastiken der Fall, sondern auch etwa im neuen Familienbad, wo der Norderneyer Maler Wilfried Schlegel einen Globus gestaltet habe.

Die Enthüllung der Plastiken und anderer Kunstwerke diene dazu, dem Thema des Weltnaturerbes immer wieder Leben einzuhauchen, so Loth. Er habe den Eindruck, dass, von den regionalen Zeitungen abgesehen, „in den Gazetten“ über das Wattenmeer kaum mehr berichtet werde. Das liege bestimmt zum Teil auch an den Akteuren. Um so schöner sei es, dass sich Norderneyer Künstler fänden, die ihre Kunst stiften, so wie Regini, die „viel Zeit und Arbeit in die Plastik gesteckt“ habe.

Die Seehund-Plastiken seien beliebte Fotomotive für die Gäste, meinte der Kurdirektor. Er hoffe, dass sich auch im Rahmen einer Neuausrichtung des Nationalparkhauses ein Künstler finde, der einen Seehund gestalte. Der solle dann vor dem Nationalparkhaus einen Platz finden.

Wo der Seehund Fernando einmal seinen Platz findet, das steht noch nicht fest. Vorerst wird er im Conversationshaus ausgestellt und kann dort zu den üblichen Öffnungszeiten besichtigt werden.

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