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Mittwoch, 29.Mai 2013 - 17:15 Uhr | Kategorie Regionales

„Pulver nicht unnötig verschießen“

IHK immobilien 2

Titelbild: Auch an anderer Stelle, wie hier in Norden, werden Einfamilienhäuser in Eigentumswohnungen umgewandelt. Foto: Kähler

(bad) – In Norddeich hält der Immobilienmarkt die Luft an, seit der Norder Stadtrat im Dezember des vergangenen Jahres Veränderungsbeschlüsse zu sämtlichen Norddeicher Bebauungsplänen gefasst hat.

Alle Bauanträge würden seit der Entscheidung zurückgestellt, berichtet der Norder Bauamtsleiter Johann Memmen auf Nachfrage. Das Baurecht gebe es her, dass Bauanträge für die Zeit von einem Jahr zurückgestellt werden können. Bisher habe man durch diese Maßnahme „fast komplette Ruhe“. Bauanträge nach der Maßgabe „Alt abreißen und Neu bauen“ gebe es derzeit kaum, so Memmen.

Bisher arbeite man mit Zurückstellungen. Wenn das Jahr vorbei ist, dann würden rechtzeitig vor Ablauf der Frist Veränderungssperren beschlossen, sagt der Bauamtsleiter. Bis dahin wolle man aber das „Pulver nicht unnötig verschießen“. Alle, die mit Immobilien zu tun hätten, warteten jetzt ab, wie die zukünftigen Bebauungspläne aussehen werden. Die Kriterien würden derzeit erarbeitet.

Die Maßnahme sollte vor allem dazu dienen, Immobilienhändler zu stoppen, die es gezielt auf Häuser aus den 80er Jahren abgesehen hatten, so Johann Memmen  im Dezember 2012. Zwar versuchten Immobilienhändler gegen die Entscheidung Stimmung zu machen, aber ohne Erfolg (s. Nomo vom 14.12.2012).

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