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Mittwoch, 16.Mai 2012 - 14:42 Uhr | Kategorie Regionales

Norderney sucht neuen „KiKu“

sina

Titelbild: Sina Hamelmann (rechts) ist die erste Kinder-Kurdirektorin Deutschlands. Jetzt wird ein Nachfolger gesucht. Foto: Kähler

(der) – Sina Hamelmann ist 12 Jahre alt und seit knapp einem Jahr die erste Norderneyer Kinder-Kurdirektorin. Kurz vor Ende ihrer Amtszeit berichtete Sina von ihren Erlebnissen und zeichnet ein positives Bild. Nun wird von der Kurverwaltung eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger gesucht. Ende Mai endet die Bewerbungsfrist.
Beim Kino für Kids, der Kinderdisco, als Gastgeberin des Kinderfestes und bei vielen anderen Aktionen war Sina beteiligt oder sogar Ideengeberin.
Das Aufregendste sei gewesen, bei den Music-Nights am Nordstrand vor so vielen Menschen zu sprechen, erzählt Sina. Auf Leute zuzugehen sei am Anfang schwierig gewesen, doch das habe sie schnell gelernt. Dabei war es viel, was auf Sina einstürmte. Fernsehen, Radio und Zeitungen hatten über Deutschlands erste Kinderkurdirektorin berichtet.
Von sich selber sagt die Norderneyer Schülerin, dass sie selbstbewusster geworden ist. Dennoch gibt sie dem Nachfolger den Rat, sich Freunde an die Seite zu holen.
Sinas Mutter Silke Hamelmann berichtet, sie sei am Anfang natürlich stolz gewesen, dass Sina ausgewählt wurde. Mitunter sei es ihr aber auch schwer gewesen, denn an der Schule sei Sina vor allem von den älteren Mitschülern geärgert worden.
Die Kurverwaltung hätte Sina aber gut durch die Zeit begleitet. „Man konnte sagen, wenn was war und dann wurde sich auch gekümmert.“
Für die Kurverwaltung sei die Zeit mit Sina sehr lehrreich gewesen.
Sina habe immer auch Aktionen für Norderneyer eingefordert. „Das hat uns deutlich gemacht, was für Norderneyer Kinder gut ist, ist auch gut für Gästekinder“, so Kurdirektor Wilhelm Loth.
Sina selbst sagt, sie könne den Job durchaus empfehlen. „Man sollte jemand sein, der gute Freunde hat“, sagt die 12-Jährige.
–Auch sei es wohl besser, wenn ein kleineres Kind den Posten übernehme, weil sie die Erfahrung machte, dass sie an der Grundschule mit mehr Offenheit behandelt wurde.
Margret Grünfeld von der Kurverwaltung sagt: „Wir haben durch Sina eine andere Wahrnehmung für die Bedürfnisse von Kindern bekommen.“ Ein Ergebnis sei, dass im Sommer für zweieinhalb Monate eine eigene Kinder-Animateurin angestellt wird, die auch als Betreuung für den Kinderkurdirektor da ist.
Noch gibt es nicht viele Bewerbungen. Wilhelm Loth hofft, dass sie da noch was tut. „es ist eine schöne Chance für Norderneyer Kinder, etwas zu gestalten.“

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