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Samstag, 31.August 2013 - 11:10 Uhr | Kategorie Regionales

NEZ: Erneute Planung

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Titelbild: Die im Juli vorgestellten Pläne müssen überarbeitet werden. Grafik: Architekturbüro Moths

(der) – Die Planungen für das neue Nationalparkerlebniszentrum (NEZ) müssen überarbeitet werden und das schnell. Dies bestätigte Bürgermeister Frank Ulrichs gestern auf Nachfrage. Der Bau sei kein einfaches Vorhaben und es seien noch einige Hürden zu nehmen, so Ulrichs. So sei unter anderem festgestellt worden, dass die gesamte Stromversorgung des Hafens unter dem bisherigen Nationalparkhaus liege. Dies sei an sich gar keine so große Überraschung gewesen. Es zeige sich aber, dass diese Anlagen dort nicht bleiben könnten. Die Verlegung sei ein „riesiger Kostenfaktor“.

Auch planungsrechtliche Hürden gebe es noch zu bewältigen. Es sei rechtlich schwierig, ein einzelnes Gebäude von 14 Meter Höhe dort hinzusetzen, so Ulrichs. Ein vorhabenbezogener Bebauungsplan reiche in dem Gebiet nicht aus; ein Projekt dieser Größe rufe im Planungsrecht das Erfordernis einer Gesamtplanung hervor. Dazu müsste auch die AG-Reederei Norden Frisia mit ihren Planungen für das neue Abfertigungsgebäude einbezogen werden. Zudem liege das Nationalparkhaus im FFH-Gebiet (Flora-Fauna Habitat-Richtlinie). Auch der Landkreis Aurich habe sich daher zu Wort gemeldet und Vorschläge gemacht.

Man habe mit den Architekten gesprochen. Nun soll das Gebäude eventuell niedriger werden. Derzeit werde an einem neuen Entwurf gearbeitet.

„Ich halte den bisher geplanten Baubeginn Ende Oktober für ausgeschlossen“, so Bürgermeister Frank Ulrichs. Zu größeren zeitlichen Verzögerungen dürfe es jedoch nicht kommen, schon wegen der Fristen, die durch die Fördermittel vorgegeben seien. Ulrichs: „Wir müssen 2013 anfangen und Ende 2014 fertig sein.“ Ansonsten würden die Fördermittel verfallen.

Die Schwierigkeit liege bei der Neuplanung darin, dass die inhaltliche Konzeption des neuen Nationalparkzentrums nicht groß geändert werden darf. Wenn also niedriger gebaut wird, müssen Teile der Ausstellung woanders im Haus Platz finden.

Davon, dass das Projekt gekippt sei, könne jedoch keine Rede sein, eher im Gegenteil, meint Bürgermeister Ulrichs. Man wolle auch die Bedenken der Norderneyer Bevölkerung ernst genommen, die ein solch großes Bauwerk am Hafen nicht wolle. Sobald die neue Neuplanung fertig sei, wolle man diese wieder der Öffentlichkeit präsentieren.

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