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Sonntag, 29.April 2012 - 18:23 Uhr | Kategorie Politik

Neues Gesicht für den Onnen Visser-Platz

12-04-23 Onnen Visser – WTV

Titelbild: Entwurf für die Neugestaltung des Onnen-Visser-Platzes Grafik: Stadt Norderney/Bauamt

(der) – Die Umgestaltung des Onnen-Visser-Platzes war erneut Thema im Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Verkehr, der am Donnerstag tagte. Frank Meemken, der Leiter des Norderneyer Bauamtes, stellte die neuen Planungen vor. Der Onnen-Visser-Platz sei städtebaulich betrachtet „eher ein zufälliger Platz“, so Meemken mit Blick auf die Entstehungsgeschichte. Das Dreieck sei zwischen 1884 und 1897 durch die Anlage der Benekestraße einfach entstanden, wie Meemken mithilfe alter Stadtpläne erklärte. Anhand von Abbildungen aus früheren Jahrzehnten schilderte Meemken die Entwicklung des Platzes, der immer ein etwas tristes Dasein fristete, auch wenn zwischenzeitlich durch einen Kiosk auf dem Platz und das Café Dröst mehr Leben auf dem Platz gewesen sei.

Alte Ansichtskarte vom Onnen Visser Platz

Das Haus Iderhoff wirke an seinem Standort auf der Südseite des kleinen Platzes überdimensioniert, so Meemken. Daher wurde eine sogenannte Besonnungs-Studie gemacht. Im Computer wurden verschiedene Sonnenstände simuliert und der Schattenfall auf dem Platz so deutlich gemacht. Fazit: Vor allem ab Mittag ist der Platz nutzbar.
Für die Planungen habe man sich des gleichen Büros bedient, das auch den neuen Georgsgarten plant, der an das Spaßbad angrenzt. Vom Charakter her sei der Onnen-Visser-Platz eine Grünanlage. Dabei sei die Frage, wie groß der Platz tatsächlich sei, schwer zu beantworten, da Platz und die Fahrbahn, die Knyphausenstraße und Benekestraße miteinander verbindet ineinander übergehen.
Bei der jetzt vorliegenden Planung soll der Waschbeton verschwinden. Dafür soll die Mauer, die entlang der Fahrbahn steht, mit Holz verkleidet werden. Auch die alten Betonsteine sollen verschwinden. Die bisher vorhandenen Bänke sollen durch hölzerne „Sitzinseln“ ersetzt werden. Als Besonderheit soll auf dem Platz ein öffentlicher Bücherschrank, wie er in vielen Städten heutzutage schon zu finden ist, stehen. Darin können Passanten gelesene Bücher, die sie nicht behalten möchten, für andere Interessenten bereitstellen. Er habe die Vorstellung, dass dies auf dem Weg zum und vom Strand ein interessantes Angebot sei.

Von Jan Harms (SPD) gab es in der Diskussion zunächst Kritik. Ihn reiße der Plan nicht vom Hocker, so Harms. Er frage sich, ob auf dem Weg zum Strand noch Platz zum Verweilen geschaffen werden müsse. Auch sein Fraktionskollege Axel Stange fehlte „der Pepp“.
Lob gab es hingegen von Sascha Nüchter (FDP). Er finde den Vorschlag „schön“. Es gebe nicht zu viele Verweilflächen in der Stadt, zumal nicht solche, wo man nicht gezwungen sei, etwas zu verzehren.
Dieser Ansicht schloss sich Barbara Bakker-Dinkla von den Grünen an.
Bernhard Onnen von den Freien Wählern ging noch einen Schritt weiter. Er habe in dieser Sache in den letzten zwei Jahren einiges gesehen. Der Vorschlag gefalle ihm mit Abstand am besten.

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