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Samstag, 25.Oktober 2014 - 14:30 Uhr | Kategorie Allgemein

Massenweises Antreiben von Seesternen

(war) – Der Sturm am Mittwoch hat die Unterwasserwelt der Nordsee offensichtlich ziemlich aufgewirbelt. An den Stränden Norderneys, besonders im Inselosten, sind seitdem massenweise Seesterne angetrieben worden. Unser Foto entstand am Donnerstag. „Bei starkem Seegang und viel Bewegung unter Wasser werden die Seesterne mit Gewalt von ihrem Substrat gelöst, sind dann machtlos im Wasser und werden angespült“, erklärt Daniel Konn-Vetterlein dazu. 2010 absolvierte er ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Nationalpark-Haus auf Norderney. Er studiert zurzeit Biologie an der Christian-Albrechts-Universiät in Kiel. Konn-Vetterlein beschäftigt sich schon seit Langem mit maritimen Lebensräumen. Die Seesterne werden losgerissen „beispielsweise von den Muschelbänken, wo sie gerade sitzen und fressen wollten oder auch von Steinen.Auf Sandboden haben sie natürlich noch weniger Halt. Man kann das im Aquarium gut beobachten, wenn man einen Seestern mit einer kleinen Pumpe behelligt. Bei zu starker Strömung lösen sich die Füße vom Untergrund und der Seestern wird abgetrieben“, schildert er den Vorgang. Das große Sterben an den Stränden führt aber nicht zu allzu großen Verlusten des Gesamtbestandes. „Bedroht sind die Gemeinen Seesterne nicht und massenhaftes Vorkommen ist oft der Fall“, beruhigt der Biologe. Für die Möwen war das Ganze ein Festmahl. Sie konnten kaum hochfliegen, so vollgefressen waren sie.

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