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Mittwoch, 02.Mai 2012 - 16:16 Uhr | Kategorie Regionales

Marienhöhe: Gutachten liegt vor

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Titelbild: Die Marienhöhe ist seit den 1920er Jahren durch Familie Heinrich gepachtet. Der Pachtvertrag ist beendet. Doch Familie Heinrich möchte den Familienbetrieb weiterführen und ist vor Gericht gezogen.

(der) – Die juristische Auseinandersetzung um die Zukunft der Marienhöhe (und deren Betreiber) ist noch immer offen. Das ergab eine Nachfrage des Ratsmitgliedes Bernhard Onnen (Freie Wähler) in der letzten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Verkehr. Nach Aussage von Kurdirektor Wilhelm Loth sei bereits vor eineinhalb Jahren ein Gutachter beauftragt worden, den neuen Pachtvertrag zu prüfen.

Die Kurverwaltung habe alle drei Monate angefragt. Er habe erstmals erlebt, dass ein Gericht einen Gutachter zu 500 Euro „verdonnert“ habe, weil dieser das angeforderte Gutachten nicht lieferte.

Nun liege dieses Gutachten vor und werde geprüft, wirke aber, wie schnell geschrieben, so Loth. Die Kurverwaltung werde dazu nun eine Stellungnahme abgeben. Es werde zu einem Ergebnis kommen. Wie dieses aussieht und wann dies zustande komme, könne er nicht sagen, so der Kurdirektor.

Gefälligkeitsangebot?
Bereits am 21. Mai 2010 hatte das Landgericht Aurich den Pachtvertrag mit der Familie Heinrich über die Marienhöhe für beendet erklärt. Zugleich hatte das Gericht aber eine Räumung als unangemessen bezeichnet. Dörte Heinrich und ihr Sohn Alexander wollen den Familienbetrieb, der seit den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts besteht, weiter betreiben.

Das Gericht hatte 2010 auch bestätigt, dass die Familie Heinrich Gelegenheit bekommen solle, von ihrem Vorpachtrecht Gebrauch zu machen. Aus mehreren Bewerbern für die Neuverpachtung hatte zuvor der „Arbeitskreis Marienhöhe“ dem Aufsichtsrat der Kurverwaltung (Untergremium des Stadtrates) die Brüder Jens und Marc Brune vorgeschlagen, die auch das Hotel Seesteg und die Milchbar betreiben.

Die Heinrichs hätten zum gleichen Pachtpreis wie die Brunes einsteigen müssen, dies jedoch nicht getan, sondern vor Gericht die Vermutung geäußert, dass das Pachtangebot der Brunes ein Freundschaftsdienst sei, der den Sinn habe den Preis hochzutreiben.

Dieser Vorwurf sollte durch das nun fertig gestellte Gutachten geklärt werden.

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