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Sonntag, 06.Mai 2012 - 13:02 Uhr | Kategorie Bildergalerie

Laientheater: Gut besuchte Premiere

von Bernd Dörner

Vor praktisch voll besetzten Rängen fand am Freitagabend die Premierenvorstellung von „Einer spinnt immer“, dem neuesten Stück des Norderneyer Laientheaters statt. Wieder einmal haben die Laiendarsteller gezeigt, wie gelungenes Schauspiel aussieht. Das Stück aus der Feder von Wilfried Reinehr sorgte mit viel Nonsens und Slapstick-Einlagen sicher beim einen oder anderen Besucher am nächsten Tag für Muskelkater in Gesicht und  Zwerchfellbereich.

Zur Handlung: Otto Ofenloch (Ulf Extra) hat mehr Geld als gute Einfälle, es auszugeben. Sein sehnlichster Wunsch: einmal eine Irrenanstalt von innen sehen. Aber echte Irre müssen es sein! Sein Neffe Ottfried (Willi Jungenkrüger) und dessen Freundin Siglinde (Claudia Wunsch), auch kurz Siggi gerufen, haben allerdings ganz andere Pläne. Sie drehen dem reichen Onkel die Pension Ballermann, geführt von Liselotte Ballermann (Britta Rass), als waschechtes Irrenhaus an. Denn die Pension kränkelt wirtschaftlich.Kurzerhand wird aus der Pension für den Onkel ein Privatsanatorium. Der Onkel beißt an und will, gegen Bares natürlich, einen Abend dort verbringen.

Die Menschen, die die Pension bevölkern, sind auf ihre Art alle ein wenig absonderlich. Und so können sie dem Onkel auch ohne Schwierigkeiten als „echte Geisteskranke“ verkauft werden, denn – wie der Titel des Stücks bereits andeutet – „Einer spinnt immer“. So gibt es dort nicht nur eine Frau, die sich einen reichen Mann angeln will, sondern derer gleich zwei: die Hausbesitzerin Florence Wipperling (Regina Hamczyk) und ein Pensionsgast namens Ria Baleno (Tanja Barleben). Ebenfalls Männern nicht abgeneigt ist Florences Bruder Detlef (Christian Curtius). Außerdem ist da noch eine Schriftstellerin (Franziska Rückher), die alle, denen sie begegnet, nach ihrem Lebenslauf ausfragt, ein pensionierter Major (Horst Nöth), der am liebsten zum Plattenspielerklang Märsche dirigiert, und der Neffe der Pensionsbesitzerin (Sören Strubelt), der wegen eines Sprachfehlers statt eines L nur ein N aussprechen kann.  Das ist fatal, denn er möchte nichts lieber als Schauspieler werden. Allerdings ist seine Tante dagegen. Die meint, es klinge irgendwie nicht gut, wenn Romeo zu seiner Julia sagt: „Jun-n-n-nia, ich n-n-niebe dich!“ Und dann ist noch ein Weltreisender (Carsten Nuhn) mit von der Partie, der von Safaries und Löwenjagden erzählt und Otto Ofenloch zu gerne mit in den Wilden Westen entführen würde.

Die nächste Gelegenheit, die professionellen Laienschauspieler live und in Aktion zu erleben, ist leider erst wieder im Juli. Die nächsten Vorstellungen sind für den 6. und 7. Juli angesetzt. Karten gibt es im Vorverkauf im Reisebüro am Kurplatz. Einen kleinen Vorgeschmack für alle, die noch nicht da waren, gibt es hier in Form von Bildern. Allen anderen wünschen wir heitere Erinnerungsmomente. Zum Vergrößern einfach auf eines der kleinen Bilder klicken.

Laientheater: Gut besuchte Premiere, 5.0 out of 5 based on 3 ratings
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