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Donnerstag, 19.September 2013 - 11:00 Uhr | Kategorie Regionales

Kurverwaltung: Defizit durch Krankenhaus

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Titelbild: 2014 sollen die bestehenden Aussichtsdünen am Zuckerpatt und am Dünensender überholt werden.  Foto: Kähler

(der) – Formal sei der Kauf des Bauhofes des ehemaligen Bauunternehmens Eilt Wessels noch nicht abgeschlossen, doch die Parteien seien sich einig, berichtete Kurdirektor Wilhelm Loth in der vergangenen Woche. Es sei beabsichtigt, den Betriebshof der Kurverwaltung am Wasserturm aufzugeben und komplett in das Gewerbegelände zu verlagern.

Insbesondere die Lagerung und die Instandsetzung der Strandkörbe erfordere am neuen Standort Umbaumaßnahmen. Zusammen mit den Instandsetzungsarbeiten an dem Gebäude würden 800.000 bis eine Million Euro in den Umbau investiert.

Diese Fragen müssten noch im Aufsichtsrat thematisiert werden. Geplant sei, dass der neue Betriebshof der Kurverwaltung zur Saison 2014 fertig werde. Durch das Freiwerden des Geländes am Wasserturm könne über Personalwohnungen am alten Standort nachgedacht werden. Das sei aber ein Thema der Wirtschaftsbetriebe und der Wohnungsgesellschaft, so Loth.

Der Jahresabschluss 2012 der Staatsbad Norderney GmbH habe ein Minus von rund 160.000 Euro ergeben, berichtete der Kurdirektor weiter. Dieser Betrag sei vor allem darauf zurückzuführen, dass außerplanmäßig 150.000 Euro an das Krankenhaus Norderney überwiesen wurden. „Ansonsten sind wir im Wirtschaftsplan geblieben“, betont der Kurdirektor. Die Wirtschaftlichkeit der Kurverwaltung habe sich über Jahre gefestigt und er sei zuversichtlich, dass auch in Zukunft mit stabilen Verhältnissen geplant werden könne.

Neben dem Großprojekt Bauhof hofft Wilhelm Loth im kommenden Jahr, die bestehenden Aussichtsplattformen am Zuckerpatt und am Dünensender neu zu gestalten. Dort sollen Sitzgelegenheiten und ein Windschutz entstehen. Auch die Aufgänge zu den Plattformen würde der Kurdirektor gerne erneuern lassen.

Im Gespräch war auch, eine Plattform auf der abgedeckten Deponie am Surferbecken zu bauen. Dies sei jedoch Sache der Stadt Norderney, so Loth.

Allerdings, er sei schon mal auf den Gipfel gestiegen und es gebe keinen „tolleren“ Rundumblick auf das Weltnaturerbe,als ausgerechnet von der Deponie. Er finde es opportun, den Müllberg in die Planungen einzubinden. Loth: „Das Ding steht da nun mal.“ Das sei „sicher diskussionswürdig“, doch das Einzige, das nicht diskussionswürdig wäre, sei, wenn man nichts mache, so Loth.

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