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Montag, 01.Juli 2013 - 12:28 Uhr | Kategorie Regionales

Jugendzentrum Norderney: „Es muss auf jeden Fall bunter“

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Titelbild: Ratsfrau Karin Rass (re.) moderierte den Dialog zum JUZ. Die anwesenden Kinder und Jugendlichen schrieben ihre Kritik und ihre Ideen auf. Foto: Dörner

(bad) – Mehr Erwachsene als Jugendliche waren am Freitagabend erschienen, um über die Zukunft des Norderneyer Jugendzentrums (JUZ) zu sprechen. Rund 20 Personen plus Presse hatten sich auf Einladung von JUZ-Leiter Edgar Jarkusch eingefunden, weniger als zehn waren unter 18 Jahre alt. Davon wiederum fiel nur einer unter die rechtliche Definition eines Jugendlichen.

Zwar bedauerten einige der Anwesenden die mangelnde Anwesenheit der eigentlichen Zielgruppe, fanden aber in der Mehrheit doch eher lobende Worte für die Kinder und Jugendlichen, die da waren. Und die hielten mit ihrer Meinung, was am JUZ verbesserungswürdig- und bedürftig ist, nicht hinterm Berg.

So nannten die Kinder und Jugendlichen an Kritischem etwa Fertigpizza, statt gesunder Küche, eine zu sehr auseinandergehende Altersstruktur der Besucher, fehlende Farbigkeit im JUZ und eine unzureichende Öffentlichkeitsarbeit. „Es muss auf jeden Fall bunter“, gab etwa eine 13-Jährige ihre Bedürfnisse an. Auch die Aufsicht vor Ort durch Edgar Jarkusch wurde kritisiert. So gäbe es Kinder, die die PCs für Ballerspiele nutzten oder auch Streitereien, ohne dass eingegriffen werde oder auch Hausverbote, die nicht durchgesetzt würden.

Bernhard Aschmann, Vorsitzender des Netzwerks Triple-N, wies darauf hin, dass bereits eine Erhebung der Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen in Bezug auf das JUZ stattgefunden habe. 308 Fragebögen seien an der KGS verteilt worden, 276 davon habe man zurück erhalten.

Der Fragebogen habe Fragen beinhaltet, die unter Datenschutzgesichtspunkten umstritten gewesen seien, entgegnete Jürgen Birnbaum, Leiter der KGS. Bürgermeister Frank Ulrichs und Andreas Goldberg, Fachbereichsleiter Organisation bei der Stadt Norderney, äußerten jedoch, ebenso wie Edgar Jarkusch, Interesse an einer Auswertung der Fragebögen. Die Fragen, die umstritten gewesen seien, könne man schwärzen, bot Aschmann an.

Auch einiges zu seiner Person musste Edgar Jarkusch sowohl von den Kindern und Jugendlichen als auch von den anwesenden Erwachsenen einstecken. So wurde neben vieler Sachkritik auch die Frage gestellt, ob nicht jemand anderer besser für den Posten geeignet wäre.

Die Animositäten zwischen Erwachsenen und eine Diskussion über die Stelle von Edgar Jarkusch gehöre nicht in einen solchen Rahmen meinte eine Besucherin. Ein Mädchen schlug eine Frau als zweite Ansprechpartnerin vor. Auch eine ältere Schülerin und ein Schüler könne sie sich vorstellen.

Der Dialog über das JUZ ist mit dem Freitagabend nicht beendet, waren sich die Anwesenden schließlich einig. Neben der Auswertung der Fragebögen wird es ein weiteres Treffen in einem anderen, eher politischen Rahmen geben, in dem die vorgebrachten Kritikpunkte und Verbesserungsvorschläge, die genannt wurden, besprochen werden.

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