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Montag, 16.Januar 2012 - 11:01 Uhr | Kategorie Allgemein

Inselfrieden: Sanierung angekündigt

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Titelbild: Tragen die Verantwortung für das Haus Inselfrieden: (v. li.) Pflegedienstleiterin Cornelia Koch, Heimleiter Jörg Knappe, Vertreterin der Geschäftsführung Sonja Sprehe und Generaldirektor Andy Barge.

(bad) – Das Senioren- und Pflegeheim „Haus Inselfrieden“ soll saniert werden. Während eines Informationsnachmittags für Freunde, Angehörige und Interessierte mit vorhergehendem Pressetermin wurden die Planungen zur Sanierung vorgestellt. Die Präsentation übernahmen Sonja Sprehe und Heimleiter Jörg Knappe im Namen von Geschäftsführerin Bettina Keuthen. Mit der Präsentation verbunden waren ein Rückblick auf das vergangene und ein allgemeiner Ausblick auf das angebrochene Jahr.

Die Bauarbeiten sollen demnach in mehreren Etappen vonstatten gehen. Zunächst werde das Haus Inselfrieden einen Anbau erhalten, erläuterte Sprehe. Aus der jetzigen L-Form des Hauses werde dann ein U. Die Arbeiten hierzu sollen bereits im Herbst beginnen, wenn alles glatt geht.

Anschließend würden die Bewohner des Hauses in den neuen Flügel umziehen, so Sprehe, die in der Unternehmenshierarchie direkt unter Geschäftsführerin Keuthen angesiedelt ist. Sei dieser Schritt erfolgt, werde das gesamte alte Gebäude saniert.

Beim Neubau sollen auch Personalwohnungen entstehen. Der Personalbereich sei „einer unserer Problembereiche“, erklärte Sprehe. Dessen sei sie sich bewusst. Die Gründe seien vielfältig. Die Insellage etwa mache das Haus Inselfrieden für viele Pflegekräfte wenig anziehend. Im Sommer sei zwar viel los, aber die Inselwinter könnten lang werden.
Zudem habe das Haus, wie viele andere auch, mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen. Hiergegen stehe das Unternehmen im Kontakt zur Arbeitsagentur und versuche, frisch examinierte Pflegekräfte direkt von den Schulen abzuwerben. Das gelinge aber nur bedingt.
Dennoch habe das Haus bereits jetzt einen Fachkräfte-überhang von 1,67. Rechnerisch seien also bereits mehr Fachkräfte im Haus beschäftigt als nach dem Betreuungsschlüssel nötig wären.
„Das Grundgerüst steht“, erklärte Sprehe. Die Heimaufsicht des Landkreises sei bereits informiert. Jetzt gehe es noch um Detailfragen, etwa wie viele Pflegeplätze der Landkreis zugestehe. Die Bank, die den Umbau finanziert, lege wiederum mehr Wert auf Wirtschaftlichkeit. Irgendwo in der Mitte werde man sich treffen.
Da noch nicht alle Details abschließend geklärt seien, habe sie noch keine Pläne mitgebracht, sagte Sprehe. In den vergangenen Jahren sei bereits genug versprochen und nicht gehalten worden. Sie wolle sich lieber an Ergebnissen messen lassen, nicht an Versprechungen.
Um auf den Wegfall der Zivildienstleistenden zu reagieren, habe das Haus in die soziale Betreuung investiert. An sechs Tagen in der Woche gebe es entsprechende Angebote. In manchen Wochen sogar an allen sieben Tagen. Um die Zufriedenheit der Hausbewohner weiter zu fördern, wolle sie in den nächsten Wochen in Einzelgesprächen mit den Angehörigen bereden, wo noch Verbesserungsmöglichkeiten für den jeweiligen Bewohner bestünden. Zwar habe es auch eine Befragung der Bewohner nach ihrer Zufriedenheit gegeben, aber nicht alle könnten ihre Wünsche noch aussprechen. Die Angehörigen hingegen wüssten meist, was die Bewohner bräuchten, so Sprehe. Diese Ankündigung wurde von den anwesenden Angehörigen hörbar mit Zustimmung aufgenommen.

Das vergangene Jahr bewerteten Knappe und Sprehe übereinstimmend positiv. Das Haus Inselfrieden habe mit der Pflegetransparenznote 1,2 ein hohes Qualitätsniveau erreicht, meinte Knappe. Nun gehe es darum, diesen Wert zu halten und noch zu verbessern. Das geschehe durch ein eigenes Qualitätsmanagement im Haus Inselfrieden.
Der positiven Beurteilung schloss sich auch Pflegedienstleiterin Cornelia Koch an: „Wir haben viel gemacht.“

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