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Mittwoch, 18.Januar 2017 - 06:00 Uhr | Kategorie Allgemein, Regionales

Im Legosystem gebaut

(syk) – Es geht schnell voran auf der Baustelle des Staatsbades am Wasserturm. Wo Anfang Oktober vergangenen Jahres noch eine leere Fläche zu sehen war, steht heute ein knapp fünfzig Meter langes, dreistöckiges Gebäude. Der Rohbau ist fast fertig und am Außengelände werden derzeit die Entwässerungsinstallationen vorbereitet. „Das Haus wurde in einer Art Legosystem gebaut, erklärt Hans-Emmius Rass, stellvertretender Geschäftsführer und Technischer Leiter des Staatsbades. Bei diesem System wurden die Steine bereits im Werk vorgefertigt. Die Steine sind durchnummeriert und müssen dann der Reihe nach Ziffer für Ziffer zusammengesetzt werden, so Rass weiter.

Wollten mehr Norderneyer Firmen

In etwa einem Monat werden die Fenster eingesetzt. Diese Arbeiten übernimmt die Norderneyer Firma Lengerhuis. Dann werde zügig die Heizung installiert, damit die Wände austrocknen können. Die Außenseite des Hauses bekommt eine Holzfassade. Ebenso werden die Balkone, die jede Wohnung auf der Südseite hat, aus Holz sein. Im Moment seien die Arbeiten im Zeitplan und wenn das Wetter mitspiele, stehe einem Einzug der ersten Mitarbeiter zum Saisonbeginn nichts im Wege. „Wir hätten gerne mehr Arbeiten an Norderneyer Unternehmen gegeben, aber deren Auftragsbücher waren voll“, sagt Rass.

Bis Juni fertig

Auf drei Etagen entstehen insgesamt 30 Appartements mit je 22 Quadratmetern, 18 mit 34 Quadratmetern und sechs mit 51 Quadratmetern. Sieben Wohnungen davon werden rollstuhlgerecht sein. Das Haus werde bis Juni komplett fertig sein, hofft der Technische Leiter. Momentan wird intern abgefragt, wer von den bestehenden Mitarbeitern Interesse an einer Wohnung im neuen Gebäude hat, sagt Rass.

Was die Miete angeht, so wurde bisher noch nichts festgelegt. Diese werde aber im bezahlbaren Maße sein, sichert Rass zu. „Schließlich wollen wir qualifiziertes Personal auf der Insel haben und die sollen sich das Wohnen auch leisten können“, sagt Rass. Was mit den bisherigen Personalwohnungen am Weststrand geschehe, sei noch nicht geklärt. Verkaufen oder abreißen werde man die Gebäude aber sicher nicht, eher verpachten. Die sogenannte Schlüpferburg, in der hauptsächlich während der Saison die Rettungsschwimmer wohnen, stehe zudem in der Deichschutzzone, was gegen einen Abriss spreche.

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