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Freitag, 10.Juni 2016 - 11:02 Uhr | Kategorie Aktuelles, Regionales, Sport

Handball C-Jugend: Respekt der Gegner erspielt

Bericht von Erik Fischer

Die Handball-C-Jugend des TuS Norderney scheidet im zweiten Relegationsturnier um den Aufstieg in die Landesliga in Emstek aus. Mit einer klaren und einer unglücklichen Niederlage sowie zwei Unentschieden ist der Traum der Landesliga leider geplatzt. Der kleine, sehr junge Kader des TuS fand mit fast 26 Grad Hallentemperatur, schlechter Hallenbelüftung und einer zweistündigen Busanfahrt nach Emstek sehr schwierige Bedingungen vor. Dieses Los hatten aber auch die Gegnerinnen aus Emstek (Höltinghausen), Meppen, Bramsche und Vegesack zu tragen.

In der ersten Partie gegen Höltinghausen wurde die erste Halbzeit schlichtweg verschlafen. Die spürbare Nervosität und Unsicherheit, die die gesamte Partie über nicht abgelegt werden konnte, führte zu einfachen Ballverlusten und einer damit vermeidbaren 10:7 Niederlage.

Auch im zweiten Spiel gegen den späteren Turniersieger aus Vegesack konnten die Norderneyer Spielerinnen erst in der zweiten Halbzeit überzeugen. Die körperlich stark überlegenen Bremerinnen führten zur Halbzeit mit 3:9. Eine „Klatsche“ konnte aber auch hier durch eine Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit (7:7) abgewendet werden. Der Endstand war 10:16.

Ein wahrer Handballkrimi mit Happy End für die Insulanerinnen wurde das dritte Spiel gegen Meppen Twist. Obwohl den Spielerinnen schon deutlich der Kräfteverlust wegen der eingangs genannten schwierigen Bedingungen anzumerken war und die beiden ersten Niederlagen an dem Selbstbewusstsein nagten, konnte nach starker kämpferischer Leistung und toller Moral ein 4:7 Halbzeitstand in ein 12:12 Unentschieden gedreht werden. Die Entscheidung musste im Siebenmeterwerfen gefunden werden. Nachdem es nach fünf geworfenen Siebenmetern weiterhin Unentschieden stand, musste durch das „Golden Goal“ der Sieger ermittelt werden. Für alle jungen Norderneyer Handballerinnen eine große Belastung mit Höhen und Tiefen. Drei weitere Strafwürfe wurden von den sehr guten Torfrauen pariert oder von den Schützen verworfen. Die letzte Spielerin des TuS Norderney musste die Entscheidung bringen. Und diese Last war der jungen Spielerin, wie allen anderen vor ihr auch, deutlich anzumerken. Die Tränen einer großen Gefühlsunsicherheit in den Augen, der Zuspruch aller Mitspielerinnen und des Trainers, Totenstille in der Halle sowie die fast verlorenen Brille der Werferin auf dem Weg zum Siebenmeterpunkt waren Sinnbild für die vorherrschende Atmosphäre vor dem letzten Golden Goal. Unter dem fantastischen Beifall der gesamten Zuschauer in der Halle, einschließlich der Gegnerinnen und Tränen von Jung und Alt, landet der Ball letztendlich im Netz. Eine Handballgeschichte, die jeden ehrenamtlichen Trainer für einiges entschädigt und allen Beteiligten in Erinnerung bleiben wird!!

Auch das Spiel gegen den späteren Tabellenzweiten und damit Landesligist aus Bramsche musste im Siebenmeterwerfen entschieden werden, nachdem die Insulaner in der letzten Minute den unglücklichen Ausgleichstreffer zum 13:13 Entstand hinnehmen mussten. Das notwendige Siebenmeterwerfen war diesmal weniger spannend und wurde mit 5:3 verloren.

Trotz des enttäuschenden verpassten Aufstieg in die Landesliga hat die Mannschaft an diesem Tag tollen Teamgeist gezeigt, tolle Moral bewiesen und sich den Respekt aller Gegnerinnen erspielt.

Es spielten:

Celina Mecklenburg (TW), Vera Heckelmann (TW), Charlotte Forner, Lina Heckelmann, Cheverny Romijn, Gesine Hahnebuth, Lara Dolic, Lina Dorenbusch, Sofia Oertel. Es fehlte krankheitsbedingt Fenja Bolinius.

Fotos: privat

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