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Donnerstag, 12.September 2013 - 11:08 Uhr | Kategorie Regionales

„Erster richtiger Einsatz“

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Titelbild: Ein (fast) normaler Elternabend: Eltern von Nige-Schülern nehmen von den Inseln aus per Videokonferenz teil. Foto: Barbara Glittenberg

(bad) – Im Oktober des letzten Jahres erhielt die Kooperative Gesamtschule Norderney (KGS) auf Initiative des niedersächsischen Kultusministers Dr. Bernd Althusmann überraschend ein Videokonferenzsystem. Ein identisches System erhielten auch die Inselschulen der übrigen ostfriesischen Inseln. Es sollte den Schülern der Inselschulen dazu dienen, am schulischen Angebot des Niedersächsischen Inselgymnasiums Esens (Nige) teilzunehmen. So können auch Fächer belegt werden, wie etwa Latein, die es auf den Inseln nicht gibt. Das Projekt erhielt die Bezeichnung „School of Distance Learning“ (engl. Etwa: „Schule des Distanzlernens“, wir berichteten).

Am 27. und 28. August dieses Jahres gab es nun den ersten richtigen Einsatz des Videokonferenzsystems, berichtete Jürgen Birnbaum, Schulleiter der KGS. Das Nige habe Elternabende für die zehnten und die elfte Klasse für die Elternratswahl und zu Informationszwecken veranstaltet, so Birnbaum.

Die neue Technik spare viel Zeit und Geld, sagte der Schulleiter. Die meisten Norderneyer Eltern hätten früher wegen des Aufwandes für anderthalb Stunden nicht an den Elternabenden teilnehmen können.

Der Einsatz des Videokonferenzsystems habe „wunderbar geklappt, ohne Probleme“, sagte der Schulleiter. Bis zu vier Inselschulen hätten gleichzeitig an dem Elternabend im Nige teilgenommen und aus der Ferne ihre Elternratsvertreter gewählt. An den beiden Abenden hätten, abgesehen von der eingesetzten Technik, „ganz normale Elternabende“ stattgefunden.

Im November seien im Nige Elternsprechtage geplant, ergänzt Petra Palenzatis, Schulleiterin des Nige. Dafür werde die Technik wieder zum Einsatz kommen. Mit Borkum und Langeoog gebe es bereits Kooperationen, mit Norderney arbeite man demnächst im Fach Französisch zusammen. Ziel sei aber immer zunächst, die Inselstandorte zu stärken und zu versuchen, das Unterrichtsangebot vor Ort selbst bereitzustellen. Erst wenn das nicht gehe, komme der Einsatz der neuen Technik in Betracht.

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