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Samstag, 19.Januar 2013 - 11:11 Uhr | Kategorie Regionales

Erlös für Stiftungsgründung

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Titelbild: Das alte Pastorat in der Nordhelmsiedlung ist nun doch verkauft worden. Foto: Kähler

(der) – Nach zweieinhalb Jahren des Wartens ist das Kirchengrundstück in der Mainstraße zum 15. Januar verkauft worden. Der Kaufvertrag dazu wurde bereits im Sommer 2010 geschlossen. Der Investor: eine Kapitalgesellschaft aus Wesel, die von dem Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Frank Ehrichs (Oyten) vertreten wird. Das geht aus einer Pressemitteilung der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Norderney hervor, die gestern verbreitet wurde.

Die Erfüllung des Vertrages war an einen gültigen Bebauungsplan und vor allem an eine Baugenehmigung geknüpft worden. In der Folge des zähen Ringens der Inselpolitiker um einen neuen Bebauungsplan für die Nordhelmsiedlung wurde der Kaufvertrag mehrere Male verlängert. Im Dezember 2012 hatte der im vergangenen Jahr neu gewählte Kirchenvorstand eine weitere Verlängerung abgelehnt.

Das führte nun dazu, dass der Investor jetzt handelte und zum 15. Januar 2013 den Kaufpreis von 1,135 Millionen Euro überwies. Mit diesem Gebot war der Investor 2010 im Rahmen eines Bieterverfahrens als Höchstbietender ermittelt worden.

Stiftung für Kirche vor Ort

Voraussichtlich Mitte Februar soll im Rahmen einer Klausurtagung des Kirchenvorstandes der Inselkirchengemeinde die „Stiftung Inselkirche“ gegründet werden. Darauf hat sich der Kirchenvorstand in einer nichtöffentlichen Sitzung am Donnerstag verständigt. Mit den Planungen dafür hatte schon vor Jahren der vorherige Kirchenvorstand begonnen. Die Gründung werde nun ein wichtiger Baustein dafür sein, dass die kirchlichen Aktivitäten im gewohnten Umfang bestehen bleiben und ausgebaut werden könnten. Es gehe um finanzielle Zukunftssicherung und Nachhaltigkeit, heißt es in der Erklärung

Es seien die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und alle Gemeindeglieder, die die Kirche mit Leben füllen. Darum solle der Stiftungszweck „Förderung kirchengemeindlicher Arbeit auf dem Gebiet der ev.-luth. Inselkirchengemeinde“ heißen. Dies werde durch die Förderung der Beschäftigung kirchlicher Mitarbeiter, durch die Förderung des Bauunterhalts kirchlicher Gebäude und durch die Förderung innovativer kirchlicher Projekte erreicht.

Vorgaben der Landeskirche

Über Jahrzehnte hatte die „kirchliche Niederlassung“ in der Nordhelmsiedlung Bestand. Anfangs war sogar der Bau eines weiteren Gemeindezentrums auf dem Gelände geplant, schließlich wurde nur das Pfarrhaus gebaut.

Die Vorgaben der Landeskirche hatten schließlich zu der Verkaufsentscheidung geführt. Die Landeskirche fordert landesweit, den Gebäudebestand auf den unbedingt erforderlichen Umfang zu reduzieren. Hinzugekommen sei die spürbare Verknappung der Zuweisungen für die Bauunterhaltung in den letzten Jahren, heißt es in der Erklärung. Leicht habe es sich der Kirchenvorstand mit dem Verkauf zu keinem Zeitpunkt gemacht.

Zwei Drittel

Etwa zwei Drittel des Verkaufserlöses sind für die Gründung der Stiftung vorgesehen. Das restliche Drittel wird der Landeskirche zufließen. Allerdings können davon unter Umständen Teile für bestimmte Baumaßnahmen abgerufen werden und kämen so ebenfalls der Inselgemeinde zugute.

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