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Freitag, 31.Mai 2013 - 12:12 Uhr | Kategorie Regionales

Booken kommt unter den Hammer

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Titelbild: Der Campingplatz Booken kommt unter den Hammer. Foto: Dörner

(bad) – Das Waldcafé Booken samt Campingplatz wird zwangsversteigert. So veröffentlichte es das Amtsgericht Norden. Grund für die Versteigerung ist die Auflösung der derzeit noch bestehenden Erbengemeinschaft.

Der Versteigerung liegt ein Gutachten zu Grunde, das akribisch auflistet, was vor Ort vorhanden ist und in welchem Zustand es sich befindet. Es benennt fünf Hauptgebäude, wovon eines ohne Baugenehmigung errichtet worden sei, sowie zwei Nebengebäude und das eigentliche Campinggelände. Teilweise sei der bauliche Zustand gut, teilweise bestehe aber auch erheblicher Sanierungsbedarf. Verkehrswert der Anlagen sei rund eine Million Euro. Der Versteigerungstermin ist der 11. Juni 2013.

Der Flächennutzungsplan weist die Flächen des Campingplatzes als Wald- und Erholungsgebiet aus. Ein Bebauungsplan liegt für das Campinggelände nicht vor.

Der Flächennutzungsplan „entwickelt keine Außenwirkung“, erläutert Bürgermeister Frank Ulrichs. Danach könnten keine Bauanträge entschieden werden. Alles, was auf dem Gelände vorhanden sei, also der Campingplatz und das Restaurant, genieße Bestandsschutz. Wolle ein zukünftiger Eigentümer oder Pächter etwas anderes dort machen, müsse man sich das sicherlich sehr genau anschauen.

Das Gelände befinde sich zwischen unbeplantem Außenbereich und beplantem Innenbereich, so Ulrichs. Daher könne man nicht davon ausgehen, dass etwa Wohnhäuser zulässig seien, nur weil in der Nachbarschaft auch Wohnhäuser stünden. Hier gebe es Schwierigkeiten, vom Umfeld irgendwelche Rechte abzuleiten.

„Die Zwangsversteigerung eröffnet dem Gläubiger die Möglichkeit, wegen einer Geldforderung in das unbewegliche Vermögen (z.B. Grundstücke, Erbbaurechte und Eigentumswohnungen) zu vollstrecken“, so heißt es erläuternd zum Verfahren der Zwangsversteigerung auf der Seite des Amtsgerichts. Die Zeit, während der vor Ort bei Gericht Gebote abgegeben werden können, beträgt wenigstens eine halbe Stunde. Wer mitbieten möchte, muss einen Personalausweis dabei haben. Das Gericht beschließt nach Ende der Bietzeit, ob dem Meistbietenden der Zuschlag erteilt wird.

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