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Sonntag, 05.August 2012 - 20:03 Uhr | Kategorie Regionales

150 Jahre Seenotretter auf Norderney

(war) – Ein Riesenprogramm stellten Alfred Visser und seine freiwilligen Helfer vom Ortsverein der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Norderneyer Seenotretter auf die Beine.

Am Samstag und Sonntag gab es am und im Rettungsschuppen am Weststrand für Erwachsene und Kinder Allerlei zu sehen, zu erleben, zu essen und zu trinken. Es gab Manöverfahrten mit dem Norderneyer Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ und dem Tochterboot „Johann Fidi“ vor dem Weststrand. Von einem SAR-Hubschrauber der Bundesmarine, Typ Westland Sea King, aus Kiel werden Personen auf- und abgewinscht (siehe Fotos). Die Rettungsboote der Stationen Juist, Norddeich und Baltrum kamen am Sonntagvormittag zu Besuch und beteiligten sich an den Übungen.

Samstagmorgen erklang der Musikzug Norden. Gemeinsam mit dem Heimatverein Norderney zogen sie von der Mühle „Selden Rüst“ (die in diesem Jahr auch 150 Jahre alt wird) durch die Innenstadt Richtung Rettungsschuppen. Die Rockband „Dirty Work“ sang am Samstagabend und am Sonntagmittag traten die  „Döntje Singers“ auf. Die Jugendfeuerwehr und das Deutsche Rote Kreuz präsentierte sich und vieles mehr. Es gab reichlich zu essen und zu trinken: Kalte und warme Getränke, Würstchen, ein reichhaltiges Kuchenbüffet. Das Strandrestaurant Cornelius kochte Erbsensuppe, das Kochteam vom Hotel Pique zauberte ein köstliches Chili con Carne.

Die Briefmarkenfreunde Norderney (gaben zu dem Anlass einen Sonderstempel heraus), die Reederei Norden-Frisia, die Reservistenkameradschaft und die Norderneyer Mühlenwarte stellten sich ebenfalls vor. Die Kinder hatten einen Riesenspaß auf einer Hüpfburg und einem Kinderkarussell.

Der Erlös geht direkt an die DGzRS, weil alle Beteiligten Firmen und Partner kostenlos agieren oder auf ihren Gewinn ganz oder teilweise verzichten.

Gerd Hamczyk, Engel von DGzRS-Vormann Johann Friedrich Rass II, stellte Orden, Fotos, Zeitungsartikel, Urkunden und Handschriften aus der Rass-Dynastie von Vormännern aus.

Die Norderneyer Grafikerin Heidi Ipsen zeichnete und malte  in wochenlanger Arbeit ein kunstvolles Plakat für die Veranstaltung. Darauf zu sehen sind die Rettungsmänner von früher. 50 Prozent Einnahmen aus dem Verkauf gehen direkt an die DGzRS. Es ist erhältlich im Rettungsschuppen zu den Öffnungszeiten und im Atelier an der Schmiede in der Langestraße.

Ein Team des Norddeutschen Rundfunks, Regionalstudio Oldenburg, machte Aufnahmen für eine Sendung von „Hallo Niedersachsen“ am 5. August 2012 um 19.30 Uhr. Sie sind auch im Nachhinein in der Mediathek des ARD zu sehen.

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